Das Haus am Fluss steht in einem großen Garten, wo man vom Fenster aus Schiffen winken und Vögel beobachten kann.  Hier wohnt Rudi Rakete, das zweifellos beste Kind der Welt, zusammen mit dem Piratenhauptmann Käpt’n Schleuder und der Prinzessin Moa.  Ach ja, und dann ist da noch das Hüpfschwein Nucki, das überall mit dabei ist. Zu viert sind sie auf der Suche nach Schätzen, erforschen Träume und Abgründe und finden immer wieder nach Hause, wo eine Gute-Nacht-Geschichte wartet.

 

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Rudi Rakete ist ganz ohne Zweifel das beste Kind der Welt. Er heißt mit ganzem Namen Kronprinz Rudbert von und zu Silvester Rakete, aber eigentlich nennen ihn alle einfach nur Rudi, das geht nämlich schneller. Nur wenn er Post bekommt, steht auf den Briefen immer der ganze Name und das sieht natürlich nach etwas aus. Rudi hat golden glänzendes Haar, meistens trägt er einen ziemlich großen, alten Zylinder und Cowboystiefel. Und immer, aber wirklich immer, hat er kurze Hosen an. Jetzt fragst du dich sicher, was Rudi so macht. Nun, da er in einem Haus am Fluss wohnt, dessen Veranda direkt über das Wasser reicht, kannst du dir das vermutlich denken: Er angelt den lieben langen Tag und beobachtet Wolkentiere. Er will nämlich erforschen, ob sie wiederkommen. Die meiste Zeit verbringt Rudi mit dem Hüpfschwein Nucki. Ein Hüpfschwein? Ja, da hast du richtig gehört!

Ein Hüpfschwein ist eine wahre Seltenheit, aber auch sehr praktisch. Man kommt damit an die abgelegensten Stellen und Orte. Auf Bäume zum Beispiel oder über hohe Zäune. Auch bei Wassergräben ist ein Hüpfschwein unglaublich hilfreich. Nucki ist ungefähr kniehoch, durch und durch rosa und sehr sportlich. Morgens schläft es sehr lange. Wenn das Schweinchen dann aber erwacht, rast es los. Zuerst auf die Veranda, nachsehen wie viele Fische und Wolkentiere Rudi schon gefangen hat, danach in den Garten. Dort flitzt es wie eine gesengte Sau zwischen den Beeten und Bäumen umher. Man sieht nur noch einen rosa Blitz. Das geht ungefähr sieben Minuten so, dann ist Nucki ausgetobt und bereit für einen Spaziergang in normalem Tempo. Eines Tages wurde das Schweinchen von Käpt’n Schleuder auf einer seiner langen Reisen gefunden. Ja und wie kam der ins Haus am Fluss?

 

Der Piratenhauptmann war eines schönen Tages im Frühling mit seinem Kahn am Garten des Hauses vorbei geschippert. Dabei hat er zwischen den Karotten und Bohnenstauden etwas Goldenes blinken und glitzern gesehen. Doch natürlich war es gar kein echter Schatz, der dort zwischen den grünen Blättern funkelte. Es war das Haar von Rudi Rakete, das im Sonnenlicht glänzte. Hätte der Pirat das gewusst, hätte er sich nicht mit Säbel und Messern bewaffnet und angeschlichen. Just als er mit seinem wilden Gebrülle anfangen wollte, erkannte er, dass es doch kein Gold war, sondern das Haar eines kleinen Jungen. Der entdeckte ihn auch in eben diesem Moment und lud ihn zu Kaffee und Kuchen ein. Moa hatte nämlich gerade einen Apfelkuchen auf den Tisch gestellt.
 

Prinzessin Moa ist eigentlich keine richtige Prinzessin, zumindest nicht so wie man sich das vorstellt. Sie verbringt nur wenig Zeit mit Kleidchen und Spiegelchen, mit Haarschmuck und Lippenstift. Morgens steckt sie sich meist ein paar Blumen ins Haar, schlüpft in ihre knallroten Gummistiefel und geht auf Erkundungsreise. Die wahre Berufung der Prinzessin ist nämlich das Sammeln von Dingen. So zieht sie durch die Welt, stets auf der Suche nach neuen Entdeckungen. Die Erzählungen und Gedanken, die sie findet, trägt Moa feinsäuberlich in ihre Bücher ein, die aufgereiht neben dem großen Schreibtisch stehen. Hier sitzt sie abends oft, wenn Rudi schon im Bett ist. Hört er das Klappern der alten Schreibmaschine, dann weiß er, dass es am nächsten Tag eine neue Geschichte vor dem Einschlafen gibt.